VERDI & WAGNER

Thomas Weinhappel intensivierte ab 2017 sein Rollenstudium im italienischen Fach, präsentierte sich 2018 erstmals als Figaro (Barbier von Sevilla / Rossini) und als Posa (Ausschnitte aus Don Carlos / Verdi im Wiener Borromäussaal), womit er großen Zuspruch bei Publikum und Presse fand. Ab Beginn 2020 wagte er sich abermals auf neues Terrain vor: Step by step entdeckte er für sich die dramatischen Baritonpartien von Wagner und Strauss

Don Giovanni
I. 
Die Elemente des Belcanto wie die Weichheit des Tons, das Legato und der Einsatz eines umfangreicheren Stimmregisters reizten Thomas seit er 2014 seinen ersten Don Giovanni bei den Schlossfestspiele Kirchstetten (Bild oben) sang. Dort holte man ihn 2017 als Figaro für Rossinis »Der Barbier von Sevilla« zurück auf die Bühne des Klassikfestivals vor den Toren Wiens. 

Kritiker bestätigten ihm, dass er, der Weinviertler, »das Zeug zum Aufstieg in die „A-Klasse" [hat]« und wünschten sich, dass «er es als dritter „niederösterreichischer Musketier“ schaffen würde, zu seinen Landsmännern Andreas Schager und Günther Groissböck aufzuschliessen: Dann hätte Niederösterreich in jeder männlichen Lage einen „Champion“.«.

Er taste sich weiter ins italienische Fach vor und gab Anfang 2020 erstmals im Wiener Borromäussaal die Arie des Enrico („Cruda funesta smania“ aus Lucia di Lammermoor). Die Kritik attestierte ihm, «dass er nun vollkommen ins italienische Fach gefunden hat, [was] er nicht nur mit dieser Arie des Belcantokomponisten Gaetano Donizetti, sondern noch mehr als Renato („Eri tu") aus Verdis Un ballo in maschera bewies«. Schon bei diesem Konzert probierte er sich erstmals auch als Verdis Posa (Don Carlos „Io morro") aus und erhielt auch hier wertschätzende Worte von Publikum und Presse, die die »enorme Kraft seiner nun auch etwas metallischer klingenden Stimme, die aber auch mühelos warme, geschmeidige Legatobögen darbieten konnte« lobten. 
 Kritik IOCO, Marcus Haimerl, Wien, 2020

Spätestens mit diesem Konzert 2020 hatte er sein Herz an den Meister der italienischen Romantik aus Roncole verloren, mit dem er sich bereits seit 2015, als er den Marullo in dessen Oper Rigoletto bei den Opernfestspielen in Klosterneuburg sang, beschäftigte. 
An eben diese Opernfestspiele wurde er 2023 geholt, wo er als Posa mit großem Erfolg in der Inszenierung von Günther Groissböck debütierte. Es machte ihm unbeschreibliche Freude, diese erhabene, großartige Rolle endlich vor Publikum singen und darstellen zu dürfen. Die Kritik darüber war für ihn überwältigend: 

»Doch nicht nur Groissböck brilliert. Auch Thomas Weinhappel als Marquis Posa kann mehr als glänzen.
Der längst auch im Wagner-Fach angekommene Künstler singt diese Partie wunderschön akzentuiert und lyrisch (es gibt in Klosterneuburg keine Mikroports). Er ist auch darstellerisch eine Freude.«

 Kurier, 9.7.2023, Peter Jarolin
»Die Rolle des Posa [singt] Thomas Weinhappel, [der] sich mit seinem umfangreichen Bariton mit viel Präsenz und kräftig geführter und dunkler Stimme in die Handlung einfügt.« 
 Kronenzeitung, 9.7.2023, Florian Krenstetter
»Thomas Weinhappel als Posa: ein Ereignis! Klug und mit anziehender Bühnenerscheinung zeigt Weinhappel den gewieften Strategen, der auch schon einmal die Seite wechselt - wenn auch nur, um sich selbst und Carlos treu zu bleiben.«
 Facebook, 13.7.2023, Edwin Baumgartner (vormals bei Wiener Zeitung) 
Photo © Lukas Beck/operklosterneuburg

Carlo Posa Bühne 3 Lukas Beck
Carlo Posa Bühne 2k Lukas Beck
TW Posa Sterbeszene 2
Carlos operklosternb 2023 01 25
Posa 2023 Weinhappel

II. Durch die Erfahrungen, die Thomas mit Verdi - und hier im Besonderen mit dessen einzigartigen Legatobögen - gemacht hatte, entdeckte er beim Studium einer nach wie vor lyrischen Partie, des Donners in Wagners Rheingold, die Parallelen zwischen dem Italiener und dem Deutschen. Dank der durch Corona plötzlich zur Verfügung stehenden Zeit und bestärkt durch den Zuspruch des Wagner-Spezialisten Stefan Mickisch widmete er sich ab Beginn 2020 verstärkt auch anderen Wagnerrollen wie dem fliegenden Holländer, dem Telramund, dem Wolfram. Außerdem begann er, sich mit größtem Respekt auch dem Wotan zu nähern.

Dass sich Stefan Mickisch nicht geirrt hatte, bestätigte im September 2021 die Kritik, als Thomas beim Klassik Open Air »Götterklang trifft Donaugold« in Tulln für den erkrankten Bayreuther Wotan Günther Groissböck in allerletzter Minute einspringen musste. Ein buchstäblicher Sprung ins kalte Wasser, der hoch honoriert wurde, da die Kritik tatsächlich von einem „neuen Wotan“ und „der großen Überraschung des Abends“ sprach. 


Kritik Wotan - Klassik Open Air, 2021  

 
»Leb' wohl, du kühnes, herrliches Kind« Wotan in Walküre, 2021 
Michael Güttler leitet die Nibelungen - Philharmonie, Photo © NÖN Erich Marschik

Nach der Feuertaufe in Tulln Ende 2021 mit seinem allerersten Wotan und den beiden Wagnerabenden 2022 (mit Klavier am 30.3. und dem Orchester Camerata Carnuntum am 25.5.), wo er sich nun mit Partien wie Holländer, Telramund, Amfortas, Wolfram und Donner präsentierte, war es für Thomas klar, dass er sein lyrisches Fach mit Recht um das dramatische Fach erweitert hat und von nun an, Wagner wie Verdi seine ständigen Begleiter sein werden.

 »Die Frist ist um«, Monolog des fliegenden Holländers, 2021
 »Die Frist ist um«, Monolog des fliegenden Holländers, März 2022

 Kritik Wagnerabend, Gregor Schima, 30.3.2022, Wien, Bank Austria Salon
 Kritik onlinemerker25.5.2022, Wittnerhof

Amici Mai 2023 Weinhappel WolframBeim Jubiläumskonzert zum 40. Jahrestag des Bestehens der »Amici del Belcanto« unter Erwin Stoll, der den Klangbogen Neunkirchen leitete, erhielt Thomas im Mai 2023 eine seiner besten Kritiken, die ihn sowohl als Verdi-, als auch als Wagnersänger (Posa und Wolfram) feierte.
 Dr. Sieglinde Pfabigan, Der neue Merker, journal 5/2023, p.74

 Abendstern - Wolfram, 2023 
 Io morro - Posa, 2023 


Wagner Paris 2023 s TWAnlässlich seines Debüts als Webers Kaspar (Der Freischütz) in Bremerhaven prophezeihte ihm die deutsche Kritik 2023, für die dramatischen Rollen Richard Wagners geeignet zu sein zu. Deshalb nahm er mit Freuden die Einladung des österreichischen Kulturinstitutes Paris in Zusammenarbeit mit der Association Autrichienne à Paris (Verband der Auslandsösterreicher in Paris) an, anlässlich der 210. Wiederkehr des Geburtstages von Richard Wagner einen Wagnerabend - abermals mit seinem langjährigen Begleiter Frank Bornemann am Klavier - am 11. Mai 2023 in der österreichischen Botschaft in Paris zu geben. In Paris bescheinigte ihm die Presse, einen »ungewöhnlich großen Stimmumfang mit tenoraler Strahlkraft und beeindruckender sonorer Tiefe« zu haben, der »allen Rollen gerecht [wird], berührt und überzeugt.« Photo © Elena Prokhorova

Muth einladung ML klMit dem Programm dieses Wagnerabends nimmt er am 15.11.2023 die Gelegenheit wahr, als ehemaliger Sängerknabe der in finanzielle Bedrägnis geratenen Probebühne der Wiener Sängerknaben, dem MuTh, helfen zu können: Dass Künstlerinnen und Künstler gerade in schwierigen Zeiten zusammenstehen und einander bestmöglich unterstützen, erlebte Thomas bereits während seiner Zeit als Wiener Sängerknabe, die von einigen Operationen überschattet war. Der damals Elfjährige bat den lieben Gott in der Nacht vor einer seiner Operationen um Hilfe, dass er gesund werde, um wieder singen und mit den Buben auf Tournee gehen zu dürfen. Die Pädagoginnen und Pädagogen der Wiener Sängerknaben erkannten nicht nur das Talent, sondern auch den heißen Wunsch des Kindes und halfen ihm, wo sie nur konnten.

Nun, wo das MuTh mit all seiner Vielfalt und als Ausbildungsbühne und Konzertsaal der Wiener Sängerknaben in großer finanzieller Bedrängnis ist, möchte Thomas die ihm damals erwiesene Hilfe vergelten und seinerseits das tun, was er als Sängerknabe neben der musikalischen Ausbildung auch gelernt hat: In schweren Zeiten zusammenhalten, für einander einstehen und anpacken, wo Not am Mann ist.
Dass er das gerade am niederösterreichischen Landesfeiertag tun darf, ist für ihn als geborenen Niederösterreicher eine doppelte Freude, die durch die Übernahme des Ehrenschutzes durch Frau LHF Johanna Mikl-Leitner eine weitere Intensivierung erfährt.
Auf dem Programm stehen Wotan, Holländer, Wolfram, Telramund und Donner. Am Klavier wird er von Alexandra Goloubitskaia begleitet.
Der Ticketerlös kommt dem MuTh - Konzertsaal der Wiener Sängerknaben zu Gute.
Kritik, Merker Heft 12/2023, p 25,26Dr.Sieglinde Pfabigan

Über die Kritiken über seinen Wagner-Abend mit Tanja Kuhn am 16.1.2024 im Bank Austria Salon in Wien freute sich Thomas ganz besonders. Auf dem Programm standen u.a. „In eigner Fessel fing ich mich, ich Unfreiester aller“ aus dem 2. Aufzug der „Walküre“  und die Szene Holländer - Senta des 2. Akts des „Fliegenden Holländer“ „Wie aus der Ferne längst vergangener Zeiten“ sowie das Finale des fliegenden Holländers. 
Kritik, online Merker Dr.Klaus Billand: »Auf der Schwelle zu großen Wagner-Rollen!«
Presse TW 2024
 
»In eigner Fessel fing ich mich«, Wotan (Walküre), 2024 

 
»Wie aus der Ferne längst vergangener Zeiten«, Holländer, 2024 

 
»Erfahre das Geschick«, Finale Holländer, 2024 


 


VIDEOS


 »Du fürchterliches Weib«, Telramund (Lohengrin) 2021

 »Abendlich strahlt der Sonne Auge«, Wotan (Rheingold) 2021

 »Wird dir nicht bange«, Jochanaan (Salome) 2021

 »Ich habe eine Frau gehabt«, Mandryka (Arabella) 2021

»Wenn aber das die Folge wär gewesen«, Mandryka (Arabella) 2021



 

   
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♦ Altsolist
der Wiener Sängerknaben

♦ Master of Arts / Uni Wien 

♦ Michael Haneke:
»Er kann aus Rollen
Menschen machen.«

♦ Thalia Award 2016
(Bester Opernsänger
des Jahres)
♦ Libuska Award 2017
(Außergewöhnliche Rollengestaltung)

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